BIPV - Building Integrated Photovoltaic

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Enzian Office

BIPV-Architektursystem: 
Opake Fassade
Halbtransparente Fassade
Kaltfassade
Externe Vorrichtungen
Gebäudefunktion: 
Büro
BIPV-Integrationsjahr: 
Zwischen 2005 und 2012
Quelle: 
Eurac Research
Das BIPV-System des Enzian Office: Die Module ersetzen die opaken Fassadenabschnitte (unter den Fensterzeilen) und die halbtransparenten Bereiche (neben den Fenstern) (Eurac Research)
Standort: 
Via Ressel 3, Bolzano, Italien

Die Bauarbeiten wurden von der PSZ an die Gral Srl. vergeben. Am Designprozess waren mehrere Beteiligte involviert, wie Arch. Zeno Bampi und Ind. Ing. Franz Steiner als Gebäudeplaner, Ing. Sigfried Pohl als Verantwortlicher für die statische Bewertung und als Bauaufseher, Energytech Srl für die thermischen Anlagen, Leitner Electro Srl für die elektrischen Anlagen und das BIPV-Systemdesign (unterstützt durch die Online-Software PVGIS). Die Glaswerke Arnold GmbH wurden nach einer eingehenden Marktanalyse als Lieferant der PV-Module gewählt. Die BIPV-Installation wurde von der Leitner Electro Srl und der Kaser GmbH durchgeführt und im Jahr 2011 abgeschlossen. Pohl Immobilien ist Eigentümer des Gebäudes.

Ästhetische Integration

Das Enzian Office ist ein zehnstöckiges Gebäude im Industriegebiet von Bozen. Das gesamte Gebäude ist mit Photovoltaik- Modulen bedeckt, die in die Glasfassade des Gebäudes integriert sind. Die PV-Module bestehen aus amorphem Silizium, was die externe Oberfläche homogenisiert. Unterschiede zwischen opaker und halbtransparenter Fassade sind daher nicht erkennbar sind. Die integrierte PV-Hülle macht das „nachhaltige Design“ von außen gut erkennbar.

Energietechnische Integration

Das Gebäude ist mit Klimahouse Gold zertifiziert. Das in die Gebäudehülle integrierte PV-System erzeugt gemeinsam mit Modulen auf dem Dach etwa 113 MWh/Jahr. Es liefert so genug Energie, um den Bedarf an Heiz- und Kühlleistung unter Verwendung einer umkehrbaren Wärmepumpe und einem Pellet-Heizsystem zu decken. Das System ist mit dem Stromnetz verbunden, damit überschüssige Energie in das Stromnetz eingespeist werden kann (Eurac Research).

Technologische Integration

Je nach Sonnenexposition der Gebäudefassaden wurde entweder doppelt oder dreifach isoliertes Glas mit amorphen Silizium-Modulen oder opakes laminiertes Glas verwendet. Die Photovoltaik-Module (Voltarlux) wurden auf Grundlage der ASI-THRU-Dünnschichttechnologie von Schott Solar als Silizium-Tandemzellen (3 mm) auf Glassubstrat entworfen. Einige Module ersetzen den halbtransparenten Fassadenabschnitt. Die Innenseite wird durch laminiertes Sicherheitsglas geschützt. Der Raum zwischen den Glasscheiben ist für die Wärmedämmung mit Argon gefüllt. Andere Module ersetzen den opaken Fassadenabschnitt inklusive einer dahinterliegenden Isolationsschicht. Der Raum zwischen den Modulen und der Isolierung beträgt 5 cm und ist oben und unten verschlossen. Die Kabel sind im Rahmensystem enthalten.

Entscheidungsfindung

Das Gebäude wurde entwickelt, um eine energieautonome Einheit zu bilden. Darauf ist auch die Entscheidung zurückzuführen, eine Photovoltaik-Anlage zu integrieren. Die breiten Gebäudefassaden wurden so weit wie möglich mit PV-Modulen belegt, um die Stromerzeugung durch bestmögliche Nutzung der Sonneneinstrahlung zu maximieren. Amorphes Silizium wurde anstelle von kristallinem Silizium aufgrund seines einheitlichen schattenspendenden Effekts nach innen und seinem einheitlichen Erscheinungsbild nach außen gewählt (Energytech Srl). Zusätzliche PV-Module wurden auf dem Gebäudedach installiert, um die elektrische Energieleistung des Gebäudes zu erhöhen.

Gesammelte Erfahrung

Die PV-Module sind in unterschiedliche Gebäudekomponenten integriert und bieten Beispiele dafür, wie PV-Elemente anstelle von traditionellen Baumaterialen verwendet werden können. Die PV-Elemente ersetzen die halbtransparenten Teile, die isolierten Fenster, die externen Brüstungen und die Außenverkleidung. In den halbtransparenten Bereichen werden sie als Sonnenschutz genutzt, ohne dass zusätzliche schattenspendende Vorrichtungen erforderlich sind, die die Kosten zusätzlich erhöhen würden. Darüber hinaus erzeugt die Textur des amorphen Siliziums eine besondere Beleuchtung, einen einheitlichen Schatteneffekt, der die Büronutzer nicht stört. Die Lichtkontrollfunktion der Photovoltaik-Zellen ist ein zusätzliches Merkmal zur isolierenden Funktion des Verglasungssystems und unterstreicht die multifunktionalen Eigenschaften der BIPV-Technologie. In Bezug auf das BIPV-Systemdesign bestand laut Aussage der Designer eine der größten Herausforderungen darin, die strikten Brandschutznormen einzuhalten, die beim Fassadendesign berücksichtigt werden müssen (Energytech Srl).

Daten

PROJEKTDATEN

Projektart: 
Neubau
Gebäudefunktion: 
Büro
Integrationssystem: 
Opake kalte Fassade
Halbtransparentes kalte Fassade
Externe halbtransparente Vorrichtung

BIPV-SYSTEMDATEN

Modul Typologie: 
Nach Maß gefertigte Module
Solartechnik: 
Dünnschichtmodule aus amorphem Silizium
Nennleistung [kWp]: 
100
Systemgrösse [m²]: 
2340
Modulgrösse [mm]: 
1020x626
Ausrichtung: 
Westen, Süden, Osten
Neigung [°]: 
90

BIPV-SYSTEMKOSTEN

Gesamtkosten [€]: 
-
€/m²: 
-
€/kWp: 
-

PV-HERSTELLERDATEN

Hersteller: 
Arnold Glas GmbH
Adresse: 
Alfred Klingele Str. 15, Remshalden, Deutschland
Kontakt: 
-

Map

Via Ressel 3, Bolzano, Italien

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